BAUERNVERBAND SÜDBRANDENBURG E.V.
 
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Regionalberatung der Mitglieder der Landkreise OSL und EE in der Agrargenossenschaft Großräschen eG

04.09.2017

Am 01. September 2017 trafen sich unsere Mitglieder aus den Landkreisen OSL und EE zu einer gemeinsamen Regionalberatung in der Agrargenossenschaft Großräschen. Auf der Tagesordnung standen zunächst aktuelle Informationen aus den Landwirtschafts- und Veterinärämtern der Landkreise.

Neben einem Überblick über die Ernteergebnisse wurde auch über die mögliche Entschädigung aufgrund der extremen Wetterlagen in diesem Jahr informiert. Des Weiteren sensibilisierte Frau Schuster als Vertreterin des Veterinäramtes Landwirte nochmals bezüglich der Gefahr einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, die sich aus den östlichen Ländern auf dem Vormarsch befinde. Es müsse alles getan werden, um ihr Vordringen in unsere Schweinebestände zu verhindern. So stelle beispielsweise die Verfütterung von Grünschnitt eine große Gefahrenquelle dar, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Auch der kürzlich im Landkreis aufgetretene Brucellose-Fall bei Schweinen sollte Anlass geben, Seuchenschutzmaßnahmen zu intensivieren.

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich die Bundestagskandidaten des Wahlkreises 65 den Fragen der Landwirte. Mit von der Partie waren Michael Stübgen(CDU), Martin Neumann (FDP), Hannes Walther (SPD), Stefan Schön (Bündnis 90/ Die Grünen) sowie Diana Tietze(Die Linke). In einer offenen Diskussionsrunde wurden zahlreiche Themen angesprochen, so unter anderem:

  • Wie wichtig sehen die Kandidaten den Berufsstand des Landwirtes für die Gesellschaft?
  • Wie soll es weiter gehen mit Verkäufen von landwirtschaftlichen Flächen an Nicht-Landwirte? Ist der Grundsatz "Bauernland in Bauernhand" ausreichend gesichert und wie stehen die einzelnen Parteien dazu?
  • Wie wird der Umgang mit geschützten Tierarten, wie z.B. dem Wolf gesehen?

 

In einigen Punkten waren sich alle Kandidaten einig, beispielsweise bei dem  Satz "Landwirt ist der wichtigste Beruf auf der Erde". Auch bei der Frage der künftigen Ausgestaltung unserer Agrarstrukturen sprachen sich außer Bündnis 90/Die Grünen, die sich für eine kleinteilige Landwirtschaft aussprechen, alle für den Erhalt einer vielfältigen Struktur in der Landwirtschaft aus. Der Boden als Hauptproduktionsmittel der Landwirte sollte  unbedingt in ihrer Hand bleiben. Die Linke geht sogar soweit, hierfür ein Gesetz zum Schutz von Grund und Boden vor Spekulationen erlassen zu wollen. Bei der Frage nach der Beibehaltung der Agrardieselsteuererleichterung herrschte ebenfalls Einigkeit zwischen den Parteien, diese beibehalten zu wollen. Auch eine mögliche Einführung einer Mehrgefahrenversicherung wurde allseitig befürwortet.

 

Zum Ende der Veranstaltung mahnte unser Vorsitzender Thomas Goebel eindringlich alle Kandidaten an, es nicht bei reinen politischen Lippenbekenntnisse vor der Wahl zu belassen, sondern Taten folgen zu lassen. Landwirte brauchen auskömmliche Preise, um ihre Kosten zu decken sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen.