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Auftaktveranstaltung Pilotprojekt "AUKM-Agroforst" in Peickwitz

07.05.2018

Für ein Vorreiterprojekt in Sachen Nachhaltigkeit übergab Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger höchstpersönlich am Mittwoch, den  02. Mai 2018 einen Fördermittelbescheid in Höhe von 47.223,29 Euro an Landwirt Thomas Domin in Peickwitz.

 

Bereits 2015 begann Domin erstmalig damit, Gehölzstreifen auf seinen Ackerschlägen anzulegen, insbesondere um die Flächen vor Winderosion zu schützen. Ziel des neuen 2-jährigen Pilotvorhabens ist es, durch die Kombination unterschiedlicher Gehölze und Blühstreifen die Artenvielfalt in Feld und Flur weiter zu erhöhen sowie Agroforst-Systeme als eigene Agrarumweltmaßnahme zu etablieren und damit die Akzeptanz von Agroforst in der Landwirtschaft zu stärken. Neben weiteren Landwirtschaftsbetrieben, dem Landesbauernverband Brandenburg und dem Bauernverband Südbrandenburg zählen auch der Gewässerverband Kleine Elster Pulsnitz, die BTU-Cottbus-Senftenberg und der NABU Brandenburg zu den beteiligten Projektpartnern.

 

Zur Auftaktveranstaltung nach Peickwitz waren u.a. Vertreter des Landkreises und der Kommunen aber auch der Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick und die Landtagsabgeordnete Anke Schwarzenberg gekommen.

 

Bei seiner Ansprache zeigte sich Minister Jörg Vogelsänger optimistisch, dass das Ziel einer breiteren Akzeptanz und besseren Fördermöglichkeiten für Agroforst durch das Projekt in greifbare Nähe rücke. "Der Zeitpunkt ist ideal - ab 2021 steht eine neue Förderperiode an", so Vogelsänger, die es nun vorzubereiten gelte.

 

Marcel Ludewig, Geschäftsführer des Gewässerverbandes Kleine Elster Pulsnitz, ging in seinem Statement vor allem auf die Vorteile bei Gewässerschutz und Gewässerunterhaltung ein. "Eine gezielte Anordnung von Gehölzen in den Gewässerrandstreifen trägt zur Reduzierung von Nährstoffen im Grundwasser bei." Im  Erhalt wertvoller Habitatstrukturen und dem Schutz der Oberflächengewässer vor Sedimenteintrag infolge von Flächenerosion sieht Ludewig weitere wichtige Argumente. 

 

Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU Brandenburg, verspricht sich vor allem Vorteile durch eine höhere Biodiversität auf dem Acker und längeren Umtriebszeiten für Gehölze. "Wir setzen auf mehr Wertholz durch längere Standzeitzeiten, stärkeren Artenreichtum und weniger Bürokratie." Laut Schröder könne durch eine flexible und vielfältige Ausgestaltung von Agroforst-Systemen insgesamt viel Positives für Landwirte, Natur und Erholungssuchende gleichermaßen erreicht werden.

 

Heiko Terno unterstrich vor allem neue Chancen, die sich nach seiner Auffassung durch die Verbindung von Sträuchern, Bäumen und klassischen Ackerkulturen für Landwirte künftig eröffnen. "Agroforst kann einen wichtigen Beitrag leisten, den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln langfristig zu reduzieren und die Ertragssicherheit gerade in standörtlich und klimatisch benachteiligten Gebieten zu verbessern", so Terno.

 

Abschließend setzte Minister Vogelsänger starke Hoffnungen in die Zusammenarbeit der Beteiligten: "Wenn Bauernverband und NABU hier gemeinsam etwas für die Nachhaltigkeit unternehmen, dann muss das doch gut werden!"

 

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Auftaktveranstaltung Pilotprojekt "AUKM-Agroforst" in Peickwitz (07.05.2018)

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