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Minister Vogelsänger besucht Öko-Betriebe in Südbrandenburg

30.07.2018

Im Gespräch mit Landwirten informierte sich Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger am Freitag, den 27. Juli 2018 über die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft des Ökolandbaus in der Region. Auf seiner Tour machte er Station im Bio Obsthof Frehn in Schöneiche, der MURI GmbH in Lübben und der Agrargenossenschaft Spreetal in Neu Lübbenau.

 

Aronia-Frühstart in Schöneiche

 

 

Auf Grund der anhaltenden Trockenheit beginnt auch auf dem Bio Obsthof Frehn in Schöneiche die diesjährige Aronia-Ernte deutlich früher als gewohnt. Klassische Handpflücke sucht man dabei vergebens. Zum Erntestart zeigen Heinz-Peter Frehn und Junior-Chef Christoph Frehn die moderne Erntemaschine im Einsatz. "Angesichts der enormen Investitionskosten von einer halben Million Euro lohnt sich diese Technik erst ab einer Größe von 300 Hektar", so Frehn.

 

 

Die fehlenden Niederschläge wirken sich auch bei Aronia auf das Wachstum der Beeren aus. Trotz flächendeckender Bewässerungssysteme fallen sie in diesem Jahr kleiner aus als gewöhlich. Der Betrieb rechnet mit Ertragseinbußen von ca. 20%. Von anfänglichen 20 Hektar im Jahr 2012 wurde die Aronia-Anbaufläche in Schöneiche auf aktuell 140 Hektar angestiegen. Sanddorn, Johannisbeeren und neuerdings auch Hagebutten wachsen auf den restlichen 160 Hektar der Plantage. Für den familiengeführten Betrieb war wie für viele andere Öko-Betriebe in Brandenburg die verzögerte Auszahlung der KULAP-Mittel in diesem Jahr ein besonderes Problem. Für das nächste Jahr gelobt der Minister Besserung. Eine verlässliche Prognose zum Auszahlungstermin könne jedoch erst im Januar gegeben werden.

 

 

Mutterkühe, Weiden und Wasser im Spreewald

 

 

Die MURI GmbH betreibt in Lübben seit 1996 ökologischen Landbau. Die Mutterkühe von Geschäftsführer Jürgen Piesker beweiden mit ihrer Nachzucht auch besonders sensible Flächen im Biosphärenreservat Spreewald und sorgen damit für eine natürliche und schonende Bewirtschaftung im Naturschutzgebiet. Trotz feuchterer Standorte wird auch bei MURI das Futter in absehbarer Zeit knapp. "Ich rechne nicht damit, dass das Futter auf der Weide bis zum November reicht", so Piesker. Angesichts der Situation müsse im Ministerium auch eine Herabsetzung der Mindestbewirtschaftungsgrenze von 0,5 GVE pro Hektar sowie mögliche Härtefallregelung geprüft werden. Der Erhalt der Ökoprämie ist für ihn eine zentrale Forderung an die Adresse des Ministers. Damit Betriebe nicht in Liquiditätsengpässe geraten, müsse sie allerdings anders als in diesem Jahr pünktlich und verlässlich gezahlt werden, mahnt auch Piesker an. Laut Minister werde auch die Förderung von Betrieben, die auf ökologischen Landbau umstellen möchten, aufrecht erhalten. "Die Umstellungsprämie wird weiter gezahlt", verspricht er.

 

Schweine, Stroh und Bio-Milch  in Neu Lübbenau

 

 

Die Agrargenossenschaft Spreetal hält Schweine und Milchkühe. Um Risiken zu minimieren, hat sich der Betrieb frühzeitig für eine Diversifizierungsstrategie entschieden. Alte Stallanlagen wurden in Scheuenherberge, Gastraum und Ferienzimmger umgebaut und stetig modernisiert. Inzwischen kommen pro Jahr 4.200 Übernachtungen zusammen. Das Bio-Bauernhof-Eis aus eigener Produktion ist ein beliebtes Sommer-Highlight . Ein 24-Stunden Regiomat mit landwirtschaftlichen Produkten aus der Region rundet das Angebot für Besucher und Gäste ab. Doch die Investitionsfreudigkeit von Geschäftsführerin Sylvia Zeidler trübt vor allem die überbordende Bürokratie. "Bis der Bewilligungsbescheid für die Förderung geplanter Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen kommt sind eingeholte Angebote längst überholt", erklärt Zeidler. Bevor sie endlich in die zukünftige Milchproduktion des Betriebes investieren könne, sei bereits die nächste Generation von Melkrobotern auf dem Markt.

 

Foto: Besuch der MURI GmbH Lübben

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Ökolandbau in Südbrandenburg (30.07.2018)

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