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Frühjahrstrockenheit zum Trotz - Reizvolle Bühnenbilder im Mai

03. 06. 2020

Lindenau, 03.06.2020 - In diesen Wochen herrschte auf den Wander- und Radwegen im Spreewald, im Lausitzer Seenland, im Schraden und anderswo im Landkreis Hochbetrieb. Es gab ständig wechselnde Bühnenbilder für die, die unterwegs waren. Diese Entwicklung im Mai ist für die Senftenberger Wetterfrösche umso erstaunlicher, weil sie von einer extremen Frühjahrestrockenheit begleitet wurde. Nur insgesamt 72 mm Niederschlag für das gesamte Frühjahr (März, April, Mai) wurden an der Messstelle in Lindenau gemessen. Das sind nur 50 Prozent der Norm. Diesen Wert hat auch der Deutsche Wetterdienst in Potsdam als Durchschnitt für das Land Brandenburg ermittelt.

 

Die gute Verteilung der geringen Niederschläge war für die Entwicklung der Kulturen entscheidend, so Günter Kockro in Großräschen. Die Bestände haben sich erholt, brauchen aber zur weiteren Entwicklung dringend Regen. Erhebliche Ausfälle beklagen die Landwirte in der Region beim ersten Schnitt der Wiesen. Die durch die anhaltende Trockenheit geschädigte Grasnarbe braucht dringend Himmelswasser.

 

Obwohl die Eisheiligen mit leichten Nachtfrösten Triebe vom Wein, Walnüssen und anderen frostempfindlichen Pflanzen schädigten, war der insgesamt zu kühle Mai vorteilhaft für die Vegetation, so die Einschätzung von Roland Nicklisch aus Tettau.

Die damit verbundene lange Blühphase der Obstbäume und Ziergehölze erfreute in diesem Frühjahr nicht nur die Betrachter, sondern davon profitierten insbesondere Bienen und Insekten. Zur Zeit stehen die Robinien in voller Blüte, in denen das Summen der Bienen unüberhörbar ist. Die Lindenblüte wird in den nächsten Tagen folgen, all das lässt die Imker auf eine gute Honigernte hoffen.

 

Positiv bewertet Dr. Alexander Haußmann aus Hörlitz, dass es im Mai keine Hitzeperiode und Unwetter gab. Von der Wetterregel: „Auf trockenen Mai folgt ein dürres Jahr,“ hält er nichts. „Ist der Frühling trocken, gibt es einen nassen Sommer“, wäre gut, um das enorme Niederschlagsdefizit auszugleichen. Das passt allerdings nicht in die Urlaubszeit. Nur gut, so seine Meinung, das Wettergeschehen ist kein Wunschkonzert und hält zu allen Zeiten manche Überraschung bereit.

 

Daten von der Messstation Michael Wesnigk aus Klettwitz für Monat Mai:

 

39 mm Niederschlag, Norm 57 mm,

wärmster Tag am 10.5.20 mit 25 Grad, ein Sommertag,

tiefste Nachttemperatur am 13.5.20 Minus 1,5 Grad, 3 mal gab es Nachtfrost,

Sonnenscheindauer 226 Stunden 105 Prozent (das sind 66 Stunden weniger als im April),

ein Gewitter über dem Ort, zwei in der Nähe ,

kein Sturm.

 

Text und Bild-Autor: Rudolf Kupfer

 

Foto: Mutterkühe mit Nachwuchs in der Flur Lindenau

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Reizvolle Bühnenbilder im Mai 2020 (03. 06. 2020)

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