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Von Honig bis Hackschnitzel - Landratsbesuch im Landkreis OSL

11.09.2019

Peickwitz - Auf Einladung des Bauernverbandes Südbrandenburg war Landrat Siegurd Heinze in diesem Jahr zu Gast beim familiengeführten Landwirtschaftsbetrieb Thomas Domin in Peickwitz. Thema waren u.a. der Anbau von Gehölzstreifen zur Gewinnung von Energie- und Wertholz auf dem Acker, die wachsende Wildschweinpopulation, sinnvolle Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und die Frage eines möglichen Kreiserntefestes in der Region.

 

Eigenes Kreiserntefest im Blick

Die Chancen für ein künftiges Kreiserntefest im Landkreis Oberspreewald-Lausitz stehen gut. Landrat Heinze signalisierte Bereitschaft eine Initiative der örtlichen Vereine und Landwirte seitens des Landkreises unterstützen zu wollen. "In Peickwitz sind die Wege kurz, der Zusammenhalt und das Engagement vor Ort sind groß", bestätigte der Peickwitzer Orstvorsteher Ingo Amsel das Interesse der Kommunue. Mit der jährlichen Ausrichtung der Brandenburger Landpartie auf dem Hof von Thomas Domin sei Peickwitz bereits kampferprobt. Erste konzeptionelle Ideen zur Ausrichtung des Festes soll in Kürze eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Kommunen, Vereine, Landwirte sowie des Landkreises und Bauernverbandes gebildet werden.

 

Wildschweine auf dem Vormarsch

Bei Bratwurst und Barbecue-Sauce aus eigener Produktion kamen auch Problemthemen zur Sprache, die den Landwirten aktuell unter den Nägeln brennen. "Die wachsende Wildschweinpopulation verursacht immense Schäden. Ertragsausfälle von 30% sind zur Regel geworden", so Mario Weber, Vorsitzender der Agrgenossenschaft Großräschen. Auch aus Sicht der Landrates sind vor allem die großen befriedeteten Gebiete im Territorium das Hauptproblem. "Der Populationsdruck aus den Sperrflächen, die voraussichtlich noch auf Jahrzehnte nicht betreten werden dürfen, strahlt in die umliegenden Gebiete aus. Von außen ist er nicht beherrschbar." Auch wenn es derzeit noch keine Lösung des Problems gebe, "bleiben kann das so auf Jahre hin nicht", bestätigt der Landrat.

 

Begehrtes Land

Ein weiteres Ärgernis ist die Konkurrenz um immer knapper werdende landwirtschaftliche Flächen. Mit großer Sorge blicken Landwirte auf die stetig steigenden Preise, die von kommunalen Kaufangeboten noch zusätzlich befeuert werden. Dem Argument der Kommunen, sich für anfallende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit Flächen bevorraten zu müssen, hält  Thomas Domin entgegen: "Bevor man neue Flächen erwirbt, sollten zunächst  vorhandene Potenziale genutzt werden." Er verweist auf einen Flächenpool, den Landwirte in Eigeninitiave zusammengestellt haben und der für A&E-Maßnahmen zur Verfügung stünde.

 

Zukunftsmusik

Neue Wege will Thomas Domin künftig bei der Energieversorgung seines Betriebes gehen. Seine in die Jahre gekommene 150 KW- Biogasanlage werde er Endes Jahres stilllegen. "Bei einer Million Euro Investitionskosten rechnet sich eine Modernisierung  nicht", so Domin. Statttdessen will er auf eine Hackschnitzelheizung und perspektivisch auf  ein hackschnitzelbetriebenes Blockheizkraftwerk umsteigen.   Wärme und Strom könnte der Agroforst-Pionier künftig aus dem selbst geernteten Holz der Gehölzstreifen auf seinen Feldern gewinnen. Bis es mit der Eigennutzung soweit ist, gibt es schon mal einen süßen Vorgeschmack auf mehr Agroforst in Domins Hofladen zu kaufen: "Agroforst-Honig" für's Frühstücksbrötchen!

 

Foto: Landratsbesuch OSL in Peickwitz

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Landratsbesuch 2019 im Landkreis OSL (12.09.2019)

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